Am 21. Oktober verstarb der langjährige Jugendpfarrer aus Jena Lothar König. Der Mann passte in kein System. In der DDR wurde er von der Stasi beschattet, nach der Wiedervereinigung war er einer der unermüdlichsten Mahner vor dem erstarkenden Rechtsradikalismus. Bis zuletzt ging er gegen Rechts auf die Barrikaden, oft in der ersten Reihe. Das Filmporträt seines Sohnes Tilman ist dennoch keine Hommage, sondern die kritische Würdigung eines streitbaren Charakters, der sich mit der Pensionierung neu erfinden musste.
Kippe, lange Haare, Rauschebart – der 2019 in den Ruhestand gewechselte stach aus jeder Menge hervor. Nicht nur wegen seines Äußeren, sondern auch, weil er streitbar und oft unbequem war. Nach den Worten seiner Tochter und Thüringer Linken-Landtagsabgeordneten Katherina König-Preuß war er „manchmal sogar ein ‚Arsch‘, wie er selbst gesagt hätte“.
Dokumentarfilmer Tilman König zeigt seinen Vater nur am Rande in seiner Rolle als kirchlicher Amtsträger. Vor allem stellt er einen Menschen vor, der mutig und entschlossen, aber auch dickköpfig und ungerecht sein konnte.
Ausgezeichnet mit dem Filmpreis Leipziger Ring und dem ver.di Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade 2024
Eintritt frei – Spende erbeten
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade 2024.
Eintritt frei
Autor:EKM |
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