Sexueller Missbrauch
Wenn das Trauma nie aufhört
Seit 2010 sind Fälle im Bistum Dresden-Meißen bekannt. Doch eine Aufarbeitung ließ auf sich warten. Die katholische Gemeinde in Heidenau geht jetzt voran. Sie könnte beispielgebend sein.
Von Katharina Rögner
Ihre Erinnerungen sind in einer Psychotherapie wieder hochgekommen. Christina Meinel war da längst erwachsen, Mutter von drei Kindern, von ihrem Ehemann getrennt und hatte studiert. Der Missbrauch in frühester Kindheit durch den Vater und den «Onkel Pfarrer» hat ihr Leben geprägt – lange Zeit wusste die gelernte Krankenschwester nicht, wie sehr. Sie hatte ihre Erlebnisse über Jahrzehnte verdrängt. «Ich musste Gefühle einfrieren, damit ich weiterleben konnte», sagt sie. Doch ihre Kinder hätten unter dem «Vereisen» der Seele leiden müssen: Liebe und Freude konnte sie nicht geben.
Autor:Online-Redaktion |
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