Größter sozialpolitischer Kongress in Thüringen
Empowerment in der sozialen Arbeit

- hochgeladen von Sandra Smailes
Mehr als 370 Gäste sind der Einladung der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gefolgt, um in dieser Woche am Kongress zum Thema „Bildung ist mehr - Empowerment in der sozialen Arbeit“ in Bad Blankenburg teilzunehmen.
Dr. Klaus Scholtissek, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Diakoniestiftung, konnte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, von freien Trägern und Verbänden, aus Diakonie und Kirche begrüßen.
„Handlungsfähig werden - Bildungsprozesse in Empowerment-Perspektive“ – unter dieser Überschrift hielt Prof. Dr. Michael Domsgen, Direktor des Center for Empowerment Studies der Uni Halle, einen ansprechenden Hauptvortrag. Es gelang ihm ausgezeichnet, Impulse aus der christlichen Tradition und aus der modernen human- und sozialwissenschaftlichen Perspektive zusammenzuführen: Beiden geht es zentral darum, Menschen „aufzurichten“ und „neu auszurichten“, ihnen selbstbestimmte und mündige Teilhabe zu ermöglichen.
Mehrere Gesprächsgänge in der anschließenden Podiumsdiskussion, u.a. mit Staatssekretär Dr. Bernd Uwe Althaus vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, griffen die Frage auf, wieviel Freiheitsräume Bildungseinrichtungen brauchen, um die Thüringer Bildungslandschaft vielfältig und innovativ zu entwickeln. Anders gefragt: Wo braucht es welche staatlichen Rahmenvorgaben, die Freiheit nicht erdrücken und gleichzeitig wichtige Qualitätsstandards sicherstellen? Dr. Franziska Wittau, die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die große Zahl der Schulen nicht aus dem Blick geraten darf, die mit fortgeschrittenen und sich überschneidenden Herausforderungen konfrontiert sind und z.B. über keine engagierte Elternschaft verfügen.
Einen ausführlichen Bericht und eine Bildergalerie vom Kongress der Diakoniestiftung finden Sie unter: www.diakonie-wl.de.
Autor:Sandra Smailes |
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