Schwache Taufzahlen
EKM verliert weiter Mitglieder

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Erfurt (epd). Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat im vergangenen Jahr Mitglieder verloren. Ende 2024 gehörten ihr 573.777 Menschen an, 20.833 weniger als im Jahr davor, wie das Landeskirchenamt in Erfurt mitteilte. Die Entwicklung liege im Trend der vergangenen Jahre.
Aus der EKM ausgetreten sind im zurückliegenden Jahr 9.198 Menschen. 2023 zählte die Landeskirche noch 9.717 Austritte.
Den größten Anteil am Mitgliederrückgang machen laut eines Kirchensprechers 13.510 verstorbene Gemeindeglieder aus. 2023 seien 13.510 Menschen zu betrauern gewesen. Wieder eingetreten in die EKM sind im vergangenen Jahr 244 Menschen, im Jahr 2023 waren es 289. Taufen wurden für 2024 bisher 2.520 verzeichnet. Im Jahr 2023 waren es 3.403 Taufen.
Für den Dezernenten für Gemeinde und Bildung im Landeskirchenamt, Oberkirchenrat Christian Fuhrmann, befindet sich die Mitgliederentwicklung der Landeskirche im Einklang mit den anderen Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Tendenz der vergangenen Jahre schreibe sich fort.
Insbesondere die schwachen Taufzahlen forderten jedoch Erklärungen, sagte Fuhrmann.
Es müsse nach den Ursachen für diese Entwicklung gefragt werden. Neue Formen der Tauferinnerung sollten entwickelt und ausprobiert werden. Fuhrmann zeigte sich überzeugt, dass viele Menschen erfolgreich zur Taufe einladen werden können, die den Gemeinden durchaus nahestehen. Es müssten zeitgemäße Begegnungsorte entwickelt werden, in denen erfahren wird, wie christlicher Glaube das Leben bereichert.
Autor:Online-Redaktion |
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