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Von Funken zum Feuer

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Begegnungen über Kirchenkreisgrenzen hinweg standen im Vordergrund des ersten Gemeindekongresses am 13. Oktober 2012 in der noch jungen mitteldeutschen Landeskirche. Die EKM war da gerade mal vier Jahre alt.
Von Willi Wild
Der Austausch in der Händelhalle in Halle sei ein wichtiger Baustein beim Zusammenwachsen, hieß es damals. 900 Gemeindeglieder aus allen Regionen nutzten die Möglichkeit des Kennenlernens.
Unter dem Motto "Lass wachsen" gab es Workshops, Diskussionen, ein Impulsreferat sowie die Vorstellung von Gemeindeprojekten. Die Ideen inspirierten die Gemeinden, Ähnliches auszuprobieren und Anregungen für die eigene Gemeindearbeit mitzunehmen. Nicht zuletzt war es die Geburtsstunde der "Erprobungsräume".
Die Probleme und Herausforderungen waren vor 13 Jahren ähnlich, wenn auch noch nicht in dem heutigen Ausmaß auszumachen. So klagte der damalige Präses der Kreissynode Eisenach-Gerstungen über ständige Strukturveränderungen und den Verwaltungsaufwand. Ein Pfarrer fragte gar: "Umstrukturieren wir uns zu Tode?"
Für den Theologen Paul Zulehner, der das Impulsreferat hielt, war schon damals klar: "Wir brauchen einen tiefen Perspektivwechsel, um wieder ein Ort der Hoffnung zu werden." Dazu passte die These von Landesbischöfin Ilse Junkermann, dass die Kirche mit ihren Modellen am Ende sei.
Auch beim zweiten Gemeindekongress werden neue Modelle vorgestellt. Auch in der Messehalle in Erfurt werden sich die Gemeindeglieder der gemeinsamen Hoffnung vergewissern. Das Interesse an dem Austausch scheint ungebrochen. Ausgebucht! Bleibt zu wünschen, dass die sprühenden Funken ein glühendes Feuer entfachen.


Autor:Willi Wild |
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