Wort zur Woche
Mehr als Geburt, Tod und Auferstehung

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Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1. Johannes 3, Vers 8b



Konfirmandenunterricht. Wir reden über das Apostolische Glaubensbekenntnis. Es ist mühsam und der Weg zur Konfirmation gar nicht mehr weit. „Was erfahren wir über Jesus? Das ist meine Frage zum 2. Artikel des uralten Textes.

Von Alfred Spekker

Und endlich wagt es jemand zu fragen: „Warum geht es bei Jesus nur um Geburt, Tod und Auferstehung? Da gibt es doch ganz andere Sachen, die mich viel mehr interessieren!“ Und eine andere Konfirmandin stimmt ein: „Sie haben uns so schöne Geschichten erzählt, wie Jesus den Menschen ganz nah gekommen ist. Er hat Kranke geheilt und sich um Leute gekümmert, die am Rand standen! Das finde ich viel wichtiger!“ Und eine dritte sagt: „Ich denke an Zachäus! Für den hat sich das ganze Leben verändert.“ So kommt eine Diskussion in Gang. Selten genug.

Der Wochenspruch spricht genau diese Nähe zu: die Nähe Gottes in seinem Sohn Jesus von Nazareth. Gott als Gott unter Menschen unter ganz menschlichen Bedingungen seiner Zeit. Die Liebe Gottes, die fassbar wird in der Nähe zu Menschen und in der Zuwendung zu ganz schwierigen Lebensumständen.

Da geht es um mehr als um einen Kampf der Mächte und Gewalten zwischen Himmel und Erde. Da geht es nicht um Theorien von Himmel und Hölle, von göttlichen und dämonischen Mächten. Es geht um praktische Liebe, die sich auf dem Weg zum Kreuz offenbart. Es geht um das Himmelreich, das schon jetzt seinen Platz findet und dessen Wirklichkeit in die Welt kommt, so wie ein Kind auf die Welt kommt. Und es geht um Nachfolge, Leben in den Fußstapfen Jesu.

Es geht nicht um himmlischen Kampf, sondern um wirkliches Leben.
Ob das die Konfirmanden meinen, wenn sie nach dem Leben Jesu fragen? Dann haben sie eine Hoffnung, die schon jetzt beginnt und seinen Platz im Leben findet. Und dann haben wir mehr zu sagen, als innerhimmlische Macht- und Herrschaftsfragen zu klären, am ersten Sonntag einer Zeit der Besinnung auf dem Weg zum Kreuz und auf Ostern – das Leben – hin.

Der Autor ist Pfarrer in Frankenheim/Rhön.

Pfarrer Alfred Spekker
 | Foto: A. Spekker
Autor:

Online-Redaktion

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