Feuilleton

Beiträge zur Rubrik Feuilleton

Goethes Farbenkreis

F a r b e n
"Taten und Leiden des Lichts"

Licht, um das sich alles dreht, hat wache Menschen schon immer die interessantesten Theorien ersinnen lassen. Albert Einstein z.B. stellte viele seiner Überlegungen aus dem Bereich der theoretischen Physik auf das Axiom, dass nichts in der Welt schneller fahren könne als das Licht fährt. Und dass solches Licht etwas sei, das uns umgibt, wie Wasser den Fisch, Luft den Vogelschwarm und der Sinn den Geist. Es soll nun ein wenig um das Licht und seine Farben gehen. „Farben sind Taten des Lichts,...

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Rezension
Die Bibel, ein Poesiealbum

Jesus liebt die Poesie. Er predigt nicht in Behördensprache. Um sich Gehör zu verschaffen, spricht er in Metaphern, erzählt Anekdoten oder kreiert Gleichnisse. Und die Menschen? Hören gebannt zu. Ohne die eindrückliche Sprache Jesu hätte es das Christentum nicht zu einer weltumspannenden Religion geschafft. Von Felix Leibrock Eberhard Grüneberg, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland, schreibt nun Predigten in Versform. Ausgewählt hat er zehn bekannte Texte aus der...

  • 14.03.25
Foto: leipziger-buchmesse.de/leipzig-liest
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Leipzig liest
Zwischen Tüll und Tränen trag ich Talar

Gerlinde Feine ist spezialisiert auf das Thema Predigt und Predigt-Slam. Habseligkeiten. Vor 20 Jahren schönstes Wort der deutschen Sprache, jetzt Titel eines Buchs mit tiefgründigen, kurzweiligen und tatsächlich kurzen Texten einer erfahrenen Pfarrerin. Meist entstanden für einen Predigt-Slam, also ursprünglich mündlich vorgetragen. Die Trägerin des Deutschen Predigtpreises diskutiert über diese Texte und über ihre Erfahrungen mit dem Chefredakteur der Mitteldeutschen Kirchenzeitung "Glaube +...

  • 13.03.25
Foto: Viktoria Kühne
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13. Internationaler Telemann-Wettbewerb
Erstmals in zwei Kategorien

Insgesamt 102 Musikerinnen und Musiker aus 29 Nationen haben sich für den 13. Internationalen Telemann-Wettbewerb angemeldet. Davon hat die Jury 35 Solist:innen und 12 Kammermusikensembles, also insgesamt 84 Musiker:innen nach Magdeburg eingeladen. Der vom 21. bis zum 30. März 2025 in Telemanns Geburtsstadt Magdeburg veranstaltete Wettbewerb wird erstmals in seiner Geschichte in zwei Kategorien ausgetragen: historische Streichinstrumente und Kammermusikensembles. Angemeldet haben sich...

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Man muss die Leute froh machen: Der Satz der heiligen Elisabeth ist auch Leitspruch der Thüringer Tourismus Gesellschaft, erklärt Geschäftsführer Christoph Gösel, hier am Thüringen-Stand auf der ITB, im Hintergrund die Wartburg.  | Foto: Willi Wild
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Spiritueller Tourismus
Wenn der Bischof zum Essen bittet

Auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB), der weltgrößten Reisemesse in Berlin, findet man auch religiöse Angebote. Eine Nische mit Potenzial. Von Willi Wild Für Christoph Gösel ist ein Satz der heiligen Elisabeth Maxime bei der touristischen Vermarktung des Freistaats Thüringen: „Man muss die Leute froh machen.“ Die typischen Themen für den längeren Aufenthalt im Grünen Herz Deutschlands, mit denen man die Menschen froh machen möchte, sind Theater, Musik, Wandern, Radfahren, Kulinarik...

  • 12.03.25
Foto: Wikipedia gemeinfrei

Zum Geburtstag von Johann Sebastian Bach
Rosen und Glockengeläut

Rund um den 340. Geburtstag von Johann Sebastian Bach (1685-1750) am 21. März und den Tauftag am 23. März laden Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zu Geburtstagsständchen und Konzerten ein. Einige Konzerte sind in die Thüringer Bachwochen integriert (www.thueringer-bachwochen.de). In Rudolstadt werden im März zwei bedeutende Komponisten der Orgelmusik geehrt, denn neben Johann Sebastian Bachs Geburtstag am 21. März steht auch der Geburtstag von Max Reger am 19....

deus ex machina
Leberecht Gottlieb (Teil 120)

120. Kapitel, in welchem der russische Geheimdienstler  Gendrich Novascholov dem sächsischen Helden Leberecht Gottlieb die K.I. ChatGPT6.5 bekannt macht. Wie ihr unser greiser Pfarrherr aus Sachsen drei Fragen stellen darf - und der Antworten dieser Maschine wegen fast in Verzückung gerät … Gestern war der Sonntag Invocavit. Alle diese Sachen mit Gottes Wette über Hiobs Schicksal, der Schlangenapfel  und die Versuchung vom Jesus in der Wüste waren als Thema dran gewesen. Der russische...

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Programmierbarer Pflegehelfer: Roboter können in Heimen vielseitig unterstützen, zum Beispiel Wäsche und Geschirr einsammeln, Böden reinigen oder das Bewegungstraining von Pflegebedürftigen anleiten. | Foto: epd-bild/Jens Schulze

Künstliche Intelligenz
Pepper passt auf

In der Pflege hält KI nur sporadisch Einzug. Doch ihre Relevanz wird zunehmen. Wie sie künftig Fachkräfte im Alltag entlasten kann, ist noch unklar. Aber althergebrachte Arbeitsabläufe dürften sich massiv verändern. Von Dirk Baas Noch ist dieses erdachte Szenario Science-Fiction, doch es könnte bald auf Demenzstationen Realität werden: Senior Günther steht mitten in der Nacht auf und möchte einkaufen gehen. Der am Eingang der Station «wachende» Serviceroboter Pepper bemerkt das. Er rollt auf...

  • 08.03.25

Bibliothek Greiz
Ein Event für Krimiliebhaber

Greiz „Bloody Cover“ – die Abstimmung über das blutigste Krimi-Cover gibt es in den Bibliotheken großer Städte und in Greiz. Die Teilnehmer können Buchpreise gewinnen. ZusammenfassungBesucher der Greizer Bibliothek können im März im Rahmen der Abstimmung „Bloody Cover“ das schönste Krimi-Cover wählen. Die Aktion wird vom Verband deutschsprachiger Kriminalliteratur „Syndikat“ organisiert und findet in Städten wie Berlin, Leipzig und Wien statt. Teilnehmer haben die Chance, Buchpreise zu...

Dalí-Kenner: Torsten Otte (r.) mit dem österreichischen Künstler Ernst Fuchs | Foto: Mike Deppe

Nachgefragt
Genie und "Moneymaker": Heute wäre Dalí Social-Media-Star

Torsten Otte ist am 15. März, 19 Uhr, im Kunsthaus Apolda Avantgarde zu Gast. Der Dalí-Biograf spricht in der von G+H präsentierten Begleitveranstaltung zur aktuellen Ausstellung über Salvador Dalí nicht nur als Genie. Warum Otte in ihm auch einen "Provokateur und Moneymaker" sieht, hat er Beatrix Heinrichs erklärt. Sie sind als Rechtsanwalt tätig. Zwischen trockenen Gesetzestexten und surrealer Kunst liegen Welten. Wie haben Sie Ihr Interesse für Dalí entdeckt? Torsten Otte: Im gymnasialen...

  • 06.03.25
Valentine Weigel studiert in Jena Theologie und Philosophie. Ihr Buch "Salve & Shalom" ist Reisebericht und spirituelle Mutmachlektüre zugleich. | Foto: Beatrix Heinrichs
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Vorgestellt
Geschichten aus der "Seifenblase"

Das Café am Jenaer Holzmarkt ist gut besucht. Viele junge Leute sind da – es ist vorlesungsfreie Zeit. Auch für Valentine Weigel. "Eine Seminararbeit muss ich aber noch schreiben", erzählt die Theologiestudentin, bevor sie ihre Bestellung aufgibt. Ein Espresso darf es sein – kräftig und belebend, das scheint ihr zu entsprechen, nicht nur bei der Wahl der Heißgetränke. Von Beatrix Heinrichs Der junge Mann hinter der Theke lächelt ihr freundlich zu, die kleine Porzellantasse schon in der Hand....

Josephine Teske   | Foto: epd-bild/Heike Lyding
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Menschen der Woche
Josephine Teske: Dem Glauben online begegnen

Josephine Teske sieht in den sozialen Medien eine wichtige Möglichkeit, Erfahrungen mit Kirche und Glauben zu sammeln. Sie bedauere es, dass Kirche oft nur noch als «Servicestation» zu hohen Feiertagen oder bei familiären Ereignissen wie Hochzeit und Taufe diene, sagte die Hamburger Pastorin und Influencerin. Auf den Internetplattformen gebe es hingegen viele Angebote von Menschen, die sich in der Kirche engagierten – im Haupt- und Ehenamt. So könne man auch von zu Hause aus «Kirche wieder...

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Das Buch der Bücher: Sammler Herbert Specht präsentiert eine Prachtausgabe der Dali-Bibel, die Teil der Ausstellung im Kunsthaus Aventgarde ist. | Foto: Doris Weilandt

Kunsthaus Apolda Avantgarde
Explosion der Farben und Formen

Der Künstler Salvadore Dalí beschäftigte sich in den 1960er-Jahren mit den Geschichten der Bibel und schuf dazu eindrucksvolle Werke. Einen Einblick gibt die Ausstellung „Salvador Dalí – Biblia Sacra“ in Apolda. Von Doris Weilandt Das vergangene Jahr war das erfolgreichste Ausstellungjahr in der 30-jährigen Geschichte des Kunstvereins Apolda Avantgarde“, sagt Geschäftsführer Rüdiger Giese. Fast 38 000 Kunstinteressierte sind aus allen Teilen Deutschlands nach Apolda gekommen, die meisten zu...

Foto: pixabay/pexels

Schriftsteller in der Ukraine
Patriotisch, aber pessimistisch

Ukrainische Autoren haben drei Jahre lang gegen die russischen Truppen in ihrem Land gekämpft, teils nur mit Worten, teils an der Front. Viele starben. Alle sehnen sich nach Frieden, doch kapitulieren will keiner. Von Renate Kortheuer-Schüring (epd) Drei Jahre nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine hat der Krieg die Schriftsteller des Landes längst eingeholt. Statt der schönen Literatur widmen sie sich der Politik, thematisieren in Sachbüchern, Essays, Kommentaren und...

  • 24.02.25
Ferda Ataman | Foto: epd-bild/Christian Ditsch
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Menschen der Woche
Ferda Ataman: Diskriminierungserfahrungen ernst nehmen

Jürgen Schmidt, bisheriger Geschäftsführer des Vereins «proChrist», ist neuer Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands. Der 48-Jährige ist gelernter Radio- und Fernsehtechniker und hat eine theologische Ausbildung am Johanneum in Wuppertal sowie an der britischen Middlesex University absolviert. Er war der einzige Kandidat für die Nachfolge von Frank Spatz, dessen Amt er im Oktober übernimmt. Der Gnadauer Verband versteht sich als Dachorganisation des deutschsprachigen...

  • 24.02.25

EINIGE VERSE
NACH DER WAHL

Zum Bildungskanon des deutschen Normalbürgers gehörte früher ganz fraglos Schillers Lied von der Glocke. Alles Mögliche und sogar Unmögliche hat man in diesen Text hineinlesen wollen - und auch können. Das gesamte Leben des sogenannten Homo Sapiens konnte nach Meinung der Germanisten in der bekannten Ballade abgelesen werden, so wie etwa auch das Gleichnis Jesu vom Sämann sich auf den gesamten Weltkreis des Glaubens ausdehnen lässt. Ohne Ende beschäftigen Scharen von Lehrern jahrzehntelang alle...

Arthurs Geburtstag
SCHOPENHAUER

Er hat Geburtstag. Immer am 22. Februar. 237 Jahre alt im Jahr 2025. Arthur Schopenhauer. Der kleine Arthur wird 1788 in Danzig geboren und seine Vorfahren sind vermögende Kaufleute. Ähnliches soll der Bub später auch mal machen (Zeug kaufen und wieder verkaufen) - aber der kleine stolze Mann wird doch lieber Philosoph, der Zeit seines Lebens sehr viel von sich selber gehalten hat. Daran können wir uns ein richtiges Beispiel für uns selber nehmen: Einer gehe seinen Weg - unbeirrt von dem, was...

Foto: epd-bild/Hans Scherhaufer

Berlinale
Religiöses und Übersinnliches als Leitmotiv

Kein Ausweg, nirgends. Das Schicksal bietet keine Chance zur Flucht: Linda, Mutter eines schwer erkrankten Kindes, möchte ihrem Beruf als Therapeutin nachgehen. Sie will ein normales Leben führen, doch dafür ist es längst zu spät. In seiner Unausweichlichkeit erinnert Mary Bronsteins Film "If I Had Legs I'd Kick You" ("Hätte ich Beine, würde ich dich treten") an die katastrophale Dynamik aus Schuld, Angst und Ohnmacht in den Romanen Franz Kafkas. Von Hans-Joachim Neubauer (KNA) Auch für Linda...

  • 21.02.25
Foto: pixabay/EliFrancis

Vor 100 Jahre ein Bestseller
Verlage entdecken vergessene Autorinnen

Sie heißen Katrin Holland, Alice Berend oder Sigrid Boo. Heute sind ihre Namen unbekannt, doch sie schrieben vor rund 100 Jahren echte Bestseller, die nun neu aufgelegt werden. Denn vergessene Autorinnen werden derzeit reihenweise wiederentdeckt. Von Franziska Hein (epd)  Einem Zufall ist es zu verdanken, dass das Erstlingswerk der deutschen Autorin und Journalistin Katrin Holland jetzt wieder in den Buchhandlungen ausliegt. Wiederentdeckt wurde die vermutlich um 1910 geborene Heidi Huberta...

  • 18.02.25
Foto: epd-bild/Hans Scherhaufer

Berlinale
Zentralrat reagiert «fassungslos»

Berlin (epd). Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit scharfer Kritik auf Israel-feindliche Äußerungen auf der Berlinale reagiert. «Dass zu Hamas-Parolen Beifall aufbraust, macht fassungslos», schrieb der Zentralrat im Kurznachrichtendienst X. Nach Medienberichten ermittelt inzwischen der Staatsschutz nach einem Vortrag des Regisseurs Jun Li am Samstagabend in der Berliner Urania. In dem Redebeitrag hieß es demnach unter anderem, Millionen von Palästinensern erstickten unter Israels...

  • 18.02.25
Foto: hirzel.de

Haben und Sein: Todsünden unter der Lupe
Wenn genug nicht genug ist

Was treibt die Menschen an, gierig zu sein? Die Journalistin Barbara Streidl beleuchtet dies in ihrem Buch "Gier", das in einer Reihe des Hirzel Verlags erschienen ist, und die sogenannten Todsünden unter die Lupe nimmt. Von Nina Schmedding Die Autorin erläutert, wie sehr Gier in unserer Gesellschaft verankert ist und führt vor Augen, wie Habsucht bis heute mit Ausbeutung verbunden ist. Darüber hinaus diskutiert Streidl, wie ein Genug umgesetzt werden könnte. Dabei spart sie auch die...

  • 18.02.25
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Grönlands Hauptstadt Nuuk mit der Erlöserkirche im Zentrum. Die Herrnhuter Siedlung Noorliit erstreckt sich am Südrand der Stadt.  | Foto: adobe.stock.com/Travel IR
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Grönland
Mission im ewigen Eis

Seitdem US-Präsident Donald Trump die zu Dänemark gehörende Insel zu besetzen droht, rückt sie auch hierzulande in den Fokus. Vor 200 Jahren landeten hier bereits zwei Missionare aus Thüringen an. Von Reiner Schmalzl Die Vereinigen Staaten von Amerika waren erst gut eineinhalb Jahrzehnte zuvor gegründet worden und litten noch unter den Folgen des Unabhängigkeitskrieges, als ein Thüringer ein Auge auf Grönland geworfen hatte. Nachdem Johann Konrad Kleinschmidt (1768–1832) aus Oberdorla im...

  • 18.02.25

Melone
Eine Story aus Musikerkreisen

Kennst Du den? Ein Musiker ist auf Tournee. Seine hochschwangere Frau soll ihm über den Inspizienten Bescheid geben, wenn das Kind  geboren ist. Sie haben als Stichwort ausgemacht: "Melone". Der Musiker sitzt auf der Bühne, und der Inspizient kommt und flüstert von der Seite: "Melone, Melone, Melone; zwee  mit Stil und eene ohne!"                                                                                                        (Jenny Erpenbeck, Heimsuchung)

Foto: pexels/Ludwig Kwan
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150 Jahre Standesämter
Staat übernimmt Regie von Kirchen

Von der Wiege bis zur Bahre: Standesämter dokumentieren die Leben der Deutschen - und das seit 150 Jahren. Wiederholt sind sie auch zum Schauplatz gravierender gesellschaftlicher Veränderungen geworden. Von Christoph Arens (kna) Der Pfarrer mag "schreien, toben und des Teufels sein. Wenn die Worte einmal ausgesprochen sind, seid ihr Mann und Frau". So hatte es die katholische Kirche im 16. Jahrhundert festgelegt, und so blieb es jahrhundertelang: Bekundeten katholische Brautleute vor ihrem...

  • 14.02.25

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